Schwarzpulver Schützen Club Musketier
Schwarzpulver Schützen Club Musketier, CH-5036 Oberentfelden  Email: ssc.musketier@bluewin.ch
Schwarzpulver & Zündmittel
DAS SCHWARZPULVER Ohne das Schwarzpulver währe das Vorderladerschiessen gänzlich undenkbar. Wo kommt es her oder wer hat es erfunden? Eine genaue Antwort darauf kann wohl heute noch nicht gegeben werden. In China wurde schon sehr früh eine Art Sprengpulver verwendet um Raketen abzufeuern. Etwa zur selben Zeit im 13 Jahrhundert, vermutet man, das der Mönch und Alchemist Roger Bacon unabhängig von den Chinesen das Schwarzpulver entdeckt hat. Das Schwarzpulver setzt sich wie folgt zusammen:  75% Kaliumnitrat  10% Schwefel  15% Kohlenstoff Dieses Mischungsverhältnis ist seit dem 13 Jahrhundert bekannt und hat sich bis heute bewährt. Weitere Angaben zum Schwarzpulver: · Gemäss Untersuchungsbericht der GRD, TA 6, vom 28.1.80 werden die geforderten Werte bezüglich Schlag- und Reibempfindlichkeit von 0.2 mkp bzw. 40 N (Newton) deutlich um ein Mehrfaches in Richtung grössere Unempfindlichkeit überschritten. Das heisst Schwarzpulver ist relativ unempfindlich gegen Reibung und Schlag. · Eine kritische Gefriergrenze besteht bei Schwarzpulver nicht. · Bei trockener Lagerung ist Schwarzpulver praktisch unbeschränkt haltbar. Es wird daher kein Verwendungstermin empfohlen. · Schwarzpulver ist feuergefährlich und ist daher vor Hitze und offenem Feuer fernzuhalten. Ein striktes Rauchverbot beim Umgang mit Schwarzpulver ist einzuhalten. Die Körnung des Schwarzpulver bestimmt die Abbrandgeschwindigkeit und ist in folgenden Körnungen erhältlich. No. 1 (fein) oft für Pistolen und Kleinkaliberwaffen bis ca. Cal. 10 - 12 mm eingesetzt. No. 2 (mittel) praktisch für alle Vorderladerwaffen einsetzbar. No. 3 bis 5 (grob bis sehr grob)  wird oft für Flinten, Musketen oder andere grosskalibrige Waffen eingesetzt. 
Genaue Angaben zu Körnung der einzelnen Pulver erfahren Sie bei den Experten der Pulvermühle Aubonne. Da erfahren Sie mehr über Schwarzpulver, deren Herstellung und Geschichte.
DIE ZÜNDMITTEL Zur Zündung der Waffen werden folgende Zündmittel verwendet: Pfannenpulver auch Zündkraut genannt (Feuerwerksatz) für Lunten, Rad- und Steinschlosswaffen. Zur Zündung des Zündkrautes werden je nach Zündsystem Lunten, Schwefelkies und speziell geschlagene Feuersteine verwendet. Feuersteine sind im Handel erhältlich, meistens in den Grössen 1", 7/8", 3/4", 5/8" und 1/2". Grosse Flügel- Zündhütchen für Militärgewehre mit Perkussionszündung. Kleinen Zündhütchen für praktisch alle Pistolen, Revolver und zivilen Langwaffen. Achtung Zündhütchen sind empfindlich gegenüber statischer Aufladung, Hitze und Stoss. Benutzen Sie die original Verpackung. Zum Mitführen, Dosieren und Lagern wurden Pulverflaschen verwendet. Hier einige Beispiele.
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Typische Pulverflasche eines Musketiers   2) Pulverflasche hergestellt aus Horn ca. 1850 3) Französische Pulverflasche aus Messing gefertigt  4) Pulverhörner wurden meist auf der Jagd verwendet. Aus Sicherheitsgründen darf aus solchen Pulverflaschen nie direkt geladen werden. Es müssen immer Zwischenmasse verwendet werden. Am besten ist es wenn der Schütze das Pulver in verschliessbare Röhrchen vorportioniert. Abmessungen für Ladungen werden bei Schwarzpulver normalerweise in Grain vorgenommen bzw. angegeben. 1 Grain entspricht 0.0649 Gramm   Respektive 1 Gramm entspricht 15.432 Grain